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Episode 68:  Hochbegabung in Business und Führung – mit Tanja Nepute

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Wie Hochbegabung und Selbstbestimmung unternehmerische Herausforderungen, Erfolg und Kundenbindung neu definieren

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E68: Hochbegabung in Business und Führung – mit Tanja Nepute

In dieser Episode sprechen Andreas Hoffmann und Christian Lüters mit Tanja Nepute, Mentorin für Hochbegabte in Führung und Business. Tanja hat mit 45 erfahren, dass sie hochbegabt ist – und erzählt offen, wie diese Erkenntnis ihr Denken, ihren Beruf und ihr Leben verändert hat.

Gemeinsam diskutieren wir über die Chancen, Herausforderungen und Missverständnisse rund um Hochbegabung – und wie Unternehmerinnen und Unternehmer ihr Anderssein als echten Wettbewerbsvorteil nutzen können. Es geht um SelbstbestimmungSogverkaufethischen Verkaufunternehmerische FreiheitKundenbindung und die Kunst, sich selbst und andere wirklich zu verstehen. 

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Warum solltest du uns zuhören?

Weil diese Episode dich inspiriert, über dein eigenes Denken, Fühlen und Handeln neu nachzudenken.
Wir sprechen offen über unternehmerische HerausforderungenSelbstzweifelPerfektionismus und darüber, wie du lernst, dein Potenzial wirklich zu leben. Woche für Woche liefern wir ehrliche Gespräche, persönliche Geschichten und wertvolle Einblicke in UnternehmertumSkalierungUnternehmensentwicklung und persönliche Lebensumstände – mit echten Menschen, echten Erfahrungen und direkter Sprache.

Wichtige Themen in Episode 68:

  • Hochbegabung erkennen und verstehen – auch als Erwachsener
  • Warum viele Hochbegabte in klassischen Hierarchien scheitern
  • Wie du deine Stärken im Unternehmertum gezielt einsetzt
  • Persönliche Entwicklung, Familie und Gesundheit in Balance halten
  • Authentizität und ethischer Verkauf als Grundlage für langfristige Kundenbindung

Episodenhighlights:

  • Tanja Nepute über den Moment, als sie erkannte, dass sie hochbegabt ist
  • Spannende Diskussion über Leistungsdruck, Perfektionismus und Selbstwert
  • Warum Journalen hilft, dich selbst besser zu verstehen
  • Wie Hochbegabung zu echter unternehmerischer Freiheit führen kann
  • Persönliche Geschichten über Wachstum, Mut und Selbstbestimmung

Hochbegabung im Erwachsenenalter: Bin ich nur „anders“ – oder hochbegabt?

Ein Leben lang das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören. Schneller denken, tiefer fühlen, anders wahrnehmen – viele hochbegabte Erwachsene kennen dieses Gefühl nur zu gut. Aber woran erkennt man, dass mehr dahintersteckt als nur ein Gefühl? Und wie geht man mit dieser Erkenntnis um, besonders in der Arbeitswelt?

Im Gespräch mit Tanja, die selbst erst mit 45 Jahren durch einen IQ-Test erfuhr, dass sie hochbegabt ist, tauchen wir tief in dieses oft missverstandene Thema ein.

Woran erkenne ich Hochbegabung? Mehr als nur ein hoher IQ

Viele verbinden Hochbegabung sofort mit einem IQ von 130 oder höher. Tatsächlich ist dies die gesicherte, statistische Definition. Doch Hochbegabung ist laut Tanja „so viel mehr, als dieser Test messen kann“.

Die erste und oft lebenslange Erkenntnis ist ein Gefühl. Ein tiefes, andauerndes Empfinden, dass man anders ist, nicht ganz in die Norm passt: „Ich gehöre hier nicht hin.“

  • Intensive Wahrnehmung: Eine tiefe und schnelle Informationsverarbeitung. Hochbegabte nehmen wesentlich mehr Informationen bewusst wahr und können diese schneller verarbeiten.
  • Gedankensprünge (nicht-lineares Denken): Anstatt Schritt für Schritt (prozessorientiert) zu denken, denken Hochbegabte oft parallel und sprunghaft. Das macht sie schnell, führt aber dazu, dass andere ihre Gedankengänge nicht nachvollziehen können.
  • Problem schnell gelöst: Probleme werden oft in kürzester Zeit gelöst, ohne dass der Hochbegabte bewusst den „logischen“ Weg gegangen ist. Sie müssen nachträglich Energie aufwenden, um ihren Lösungsweg anderen erklären zu können.

Der IQ-Test beim Psychologen ist das einzige Mittel, um die Hochbegabung „schwarz auf weiß“ nachzuweisen. Er misst primär die Problemlösefähigkeit und die Speicherkapazität des Arbeitsgedächtnisses.

Wichtig: Merkmale hochbegabten Denkverhaltens beginnen oft schon ab einem IQ von 115 – einem Bereich, der noch nicht als „gesichert hochbegabt“ gilt, aber bereits die typischen Herausforderungen mit sich bringen kann.

Tanjas Erfahrung: Für sie war der Test eine existenzielle Entscheidung. Es ging nicht um die Zahl, sondern um die Identität: die Kluft zwischen der Frau, die sie gelernt hatte zu sein, und der Frau, die sie wirklich war, zu schließen.

Maskierung und die versteckten Herausforderungen

Warum wird Hochbegabung oft erst im Erwachsenenalter erkannt? Weil viele Hochbegabte Meister der Anpassung und Maskierung sind.

Schon früh lernen sie, ihre „unnormalen“ Gedanken und Fähigkeiten zu unterdrücken, um nicht aufzufallen oder als „Klugscheißer“ abgestempelt zu werden.

Die bewusste oder unbewusste Anpassung führt zu psychischen Programmen, die oft mit Hochbegabung einhergehen:

  • Selbstzweifel / Hochstapler-Syndrom: Weil Erfolge so leicht fallen, fühlt es sich nicht nach Leistung an. Viele Hochbegabte glauben, sie hätten nichts geleistet, und empfinden sich als Blender oder Betrüger. Sie sind ständig auf der Suche nach einer Leistung, um ihr Recht auf Erfolg zu beweisen.
  • Perfektionismus: Der hohe eigene Anspruch, Dinge zu 100% oder zumindest zu 80% richtig zu machen. Dies kann dazu führen, dass Projekte gar nicht erst begonnen werden, wenn das Scheitern am eigenen Standard droht.

Das Klischee vs. die Realität

Das öffentliche Bild ist oft durch Klischees wie „Rain Man“ oder Charaktere aus „The Big Bang Theory“ geprägt: sozial inkompetente Nerds.

Die Realität ist nuancierter:

  • Inselbegabung vs. ausgeglichenes Profil: Nur extreme Fälle wie „Rain Man“ weisen eine Inselbegabung (z. B. nur mathematisch) auf. Viele Hochbegabte haben ein ausgeglichenes Fähigkeitsprofil in verschiedenen Bereichen.
  • Soziale Kompetenz: Hochbegabte sind nicht per se sozial inkompetent. Aufgrund der intensiven Wahrnehmung und schnellen Verarbeitung haben sie entweder besonders hohe empathische Fähigkeiten oder fallen, wenn die Dinge schieflaufen, besonders negativ auf. Das Spektrum ist groß.

Das schnellere Denken und die andere Problemlösungsfähigkeit führen im traditionellen Job-Umfeld häufig zu Konflikten:

  • Konflikt mit der Norm: Hochbegabte erkennen schnell, wenn Prozesse ineffizient oder sinnlos sind. Wenn Vorgesetzte oder Kollegen nicht zuhören oder auf „Standardprogramm“ bestehen, entsteht ein massiver Leidensdruck.
  • Fehlendes Verständnis für die Sache: Viele Hochbegabte legen Wert auf Sinn, Zielerreichung und das Produkt. Klassische Hierarchien und Machtspiele in Unternehmen, die sich von den eigentlichen Zielen ablenken, stoßen sie ab.
  • Kein Interesse an Macht: Hochbegabte sind selten an Führungspositionen interessiert, wenn es um Machtgehabe oder Statussymbole geht. Sie wollen Ziele erreichen und etwas bewegen.

Das Ergebnis: Viele Hochbegabte kündigen oder machen sich selbstständig, weil sie das Gefühl haben, das System macht sie kaputt. Sie können es nicht mehr aushalten, nicht gehört zu werden und nach Programmen arbeiten zu müssen, die sie für falsch halten.

Die Erkenntnis der Hochbegabung bietet eine riesige Chance. Der Weg führt vom Gefühl, „falsch“ zu sein, zur vollen Annahme der eigenen Identität.

  1. Sich selbst vertrauen: Das „Anderssein“ und das schnelle Denken nicht mehr als lästige Pflicht, sondern als konkrete Stärke und Fähigkeit anerkennen.
  2. Die PS auf die Straße bringen: In der Selbstständigkeit oder einer Führungsposition, die dies erlaubt, kann die Geschwindigkeit des Denkens und die schnelle Problemlösung endlich zum eigenen Vorteil genutzt werden.
  3. Austausch suchen: Allein die Erkenntnis, dass es eine „Alien-Kolonie“ gibt – Menschen, die genauso komisch ticken und schnell sind – reicht oft aus, um neue Kraft und Energie zu finden.

Die Zahl (der IQ) ist nur eine Zahl. Der entscheidende Punkt ist, zu verstehen: „Wer bin ich eigentlich?“ und sich die Erlaubnis zu geben, die eigenen, nicht gestutzten Fähigkeiten voll und ganz zu leben.

Fühlen Sie sich in den Beschreibungen wiedererkannt? Möchten Sie die typischen Muster und Programme (Perfektionismus, Selbstzweifel) als Hochbegabter besser verstehen und in den Griff bekommen, um Ihre Potenziale freizulegen?

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